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Grins in Tirol

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Grins liegt oberhalb des Stanzertals im Tiroler Oberland. Die historische Dorfmitte, die gotische Steinbogenbrücke und die Wege zur Heilquelle am Berghang prägen den Ort.

Kurzfakten zu Grins

  • Das älteste bekannte Güter- und Steuerverzeichnis nennt den Ort 1288 als „Grinnes“.
  • Die gotische Steinbogenbrücke gilt als Wahrzeichen der Gemeinde und wird umgangssprachlich Römerbrücke genannt.
  • Die gotische Brücke gehört zum Arlberger Weg, den König Heinrich 1330 anordnen ließ.
  • Eine sulfatische Bitterquelle entspringt oberhalb des Dorfes auf etwa 1.200 Metern.
  • Bei einer Bohrung 2003 wurde Thermalwasser in 300 Metern Tiefe gefasst.

Was erzählt die Dorfmitte über Grins?

Archäologische Funde, darunter Steinbeil und Scherben aus Urnenfeldern, belegen frühe Besiedlung im weiteren Raum. Der Ortsname wird auf das romanisierte „Crines“ zurückgeführt. Im Dorf prägen romanische und spätmittelalterlich-gotische Bauelemente das historische Bild: Spitzbogen an Haustoren sowie Gewölbe mit Netzrippen und Stichkappen erinnern an die Entwicklung der örtlichen Bauweise.

Eine besondere Rolle spielte die Lage am Ost-West-Verkehr. Im frühen Mittelalter diente die Siedlung als Stützpunkt; Landwirtschaft und Handwerk trugen später zum Wohlstand bei. Das Wappen zeigt die Steinbogenbrücke mit Spitzbogen, die der Gemeindegeschichte ihren anschaulichen Mittelpunkt gibt. Die gotische Bauweise und die Verbindung zum 1330 angeordneten Arlberger Weg prägen die überlieferte Geschichte der Brücke.

Welche Geschichte hat die Grinner Heilquelle?

Die sulfatische Bitterquelle liegt oberhalb des Dorfes auf rund 1.200 Metern. Ihre Nutzung reicht nach der Gemeindechronik mehrere Jahrhunderte zurück. Die Quellfassung war durch die geologischen und topografischen Verhältnisse wiederholt verschüttet und zeitweise nicht auffindbar. 2003 wurde das Thermalwasser durch eine Bohrung in 300 Metern Tiefe gefasst. Hochwasser beschädigten 2016 und 2017 die Außenanlage, die anschließend erneuert wurde.

Mit der Quelle verbinden sich Erzählungen über Margarethe Maultasch, die Tiroler Landesfürstin des 14. Jahrhunderts. Die örtliche Sage erzählt von Kuraufenthalten Margarethe Maultaschs im Wildbad. Die Quellnutzung und die technische Fassung des Wassers bilden den geschichtlichen Hintergrund dieser Überlieferung.

Das Albenbad und die Albigenpfade verbinden die Quelle mit dem höher gelegenen Gelände. Die Wege und Brücken zum Quellgebiet gehören damit ebenso zur Ortsgeschichte wie die technische Fassung des Wassers.

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Wie lässt sich die Landschaft rund um Grins einordnen?

Grins gehört zum Tiroler Oberland im Bezirk Landeck. Das Dorf liegt oberhalb des Talbodens und öffnet den Blick über die Siedlung und die Hänge des Stanzertals. Wege in Richtung Quellgebiet verbinden den Dorfkern mit dem höher gelegenen Gelände; je nach Route ändern sich Steigung und Untergrund.

Die Region bietet verschiedene Ortsprofile: Landeck ist das städtische Zentrum am Zusammenfluss von Inn und Sanna; Galtür liegt im Paznaun in einer hochalpinen Berglandschaft.

Häufige Fragen zu Grins

Wie entwickelte sich die Einwohnerzahl?

1427 waren 219 Einwohner verzeichnet, 1615 bereits 572 und 1837 insgesamt 831. Diese Zahlen markieren das Wachstum des Dorfes über mehrere Jahrhunderte.

Wie ist die Chroniksammlung der Gemeinde zugänglich?

Eine Chroniksammlung im Gemeindeamt enthält Orts- und Flurnamen sowie Archivmaterial. Eine Einsicht ist nach vorheriger Anmeldung möglich.