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Imst im Gurgltal: Stadtgeschichte und Rosengartenschlucht

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Imst liegt am Eingang des Gurgltals und verbindet eine lange Markt- und Stadtgeschichte mit einer markanten Schlucht mitten im Siedlungsraum. Bergbau, Textilherstellung und das Imster Schemenlaufen erzählen von unterschiedlichen Seiten der Stadt; die Rosengartenschlucht führt vom Zentrum durch Fels und Wasser hinauf nach Hoch-Imst.

Imst im Gurgltal Imst im Gurgltal

Kurzfakten zu Imst

  • Imst wurde 763 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1282 das Marktrecht.
  • Ein Großbrand zerstörte 1822 große Teile des Ortes; 1898 wurde Imst zur Stadt erhoben.
  • Die Rosengartenschlucht beginnt bei der Johanneskirche im Stadtzentrum und führt nach Hoch-Imst.
  • Die Schlucht ist rund 1,5 Kilometer lang und überwindet etwa 250 Höhenmeter.
  • Das Imster Schemenlaufen findet im Vierjahresrhythmus statt und gehört seit 2012 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe.

Imst zwischen Gurgltal und Stadtgeschichte

Imst liegt im Oberinntal am Eingang des Gurgltals. Das Tal trennt die Lechtaler Alpen von der Mieminger Kette und öffnet sich bei Imst zum Inntal. Die Orte und Täler des Tiroler Oberlands bilden den regionalen Rahmen.

Die schriftliche Erwähnung von 763 gehört zu den frühen Belegen der Ortsgeschichte. 1282 erhielt Imst das Marktrecht. Bergbau und Vogelzucht prägten die spätere wirtschaftliche Entwicklung; hinzu kam die Textilproduktion. Das Privileg, eine Leinwand- und Baumwollmanufaktur zu errichten, machte Imst zu einem bedeutenden Textilstandort. Der große Stadtbrand von 1822 zerstörte den Großteil des Ortes und markiert einen tiefen Einschnitt. Mit der Stadterhebung 1898 erhielt die Entwicklung zum städtischen Mittelpunkt einen neuen Rahmen.

Rosengartenschlucht: vom Zentrum nach Hoch-Imst

Der Einstieg zur Rosengartenschlucht liegt bei der Johanneskirche. Schon am Schinderloch wird die enge Verbindung von Stadt und Fels sichtbar: Häuser schmiegen sich in den Berg, bevor der Weg dem Schinderbach in die Schlucht folgt. Wasserfälle, Felswände und kurze Tunnel begleiten den Aufstieg; Holzbrücken und Stufen führen durch das unregelmäßige Gelände. Die Schlucht misst etwa 1,5 Kilometer und steigt rund 250 Höhenmeter an.

Das Gestein erzählt eine viel längere Geschichte als die Stadt: Der Riffkalk entstand vor mehr als 230 Millionen Jahren. Der Schinderbach hat sich später in diese Felsformation eingegraben. Kurz vor Hoch-Imst liegt die Blaue Grotte, ein kleines Bergwerk, in dem bereits zur Römerzeit und im Mittelalter Bleiglanz gewonnen wurde. Damit verbindet der Weg Erdgeschichte und frühere Nutzung der Landschaft an einem konkreten Ort.

Die offizielle Rundwanderung führt vom Stadtzentrum nach Hoch-Imst und über das Wetterkreuz zurück. Festes Schuhwerk und ausreichend Flüssigkeit gehören zur empfohlenen Ausrüstung. Für die Planung zählt der Charakter als steiler Schluchtweg mit Stufen, Brücken und Tunneln. Der Weg verlangt Trittsicherheit auf Stufen, Brücken und schmalen Passagen.

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Das Imster Schemenlaufen als lebendiges Brauchtum

Das Schemenlaufen prägt Imst als wiederkehrendes Gemeinschaftsereignis. Es findet alle vier Jahre statt; im Mittelpunkt stehen die Roller und Scheller mit geschnitzten Holzmasken und charakteristischen Gewändern. Ihr Kreistanz, der „Kroas“, und die Abfolge von „s’Gangle“ bis zum abschließenden „Z’sammschalle“ folgen überlieferten Abläufen. Sackner, Spritzer, Kübelemajen und weitere Maskengruppen ergänzen das Geschehen in den Straßen.

Das Wissen um den Brauch wird innerhalb der Familien überwiegend mündlich weitergegeben. 2012 nahm die UNESCO das Imster Schemenlaufen in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf. Im Fasnachtshaus im Glaserhaus nahe der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt wird die Tradition außerhalb des Umzugstags vermittelt. So lässt sich das kulturelle Leben Imsts auch unabhängig vom vierjährigen Festzyklus einordnen.

Wasser, Landschaft und Nachbarorte im Gurgltal

Die Rosengartenschlucht macht den Weg des Wassers vom Hochgebirge in den Stadtraum nachvollziehbar: Der Schinderbach entspringt unterhalb des Alpjochs und sammelt auf seinem Weg Zuflüsse. In der Schlucht verändern Enge, Fels und Gefälle den Bachlauf sichtbar. Felder, Wiesen, Wälder und zahlreiche Feldstadl prägen den Talboden.

Wer die Region weiter erkunden möchte, kann Imst mit den Nachbarorten im Tiroler Oberland verbinden. Nassereith liegt am Fuß des Fernpasses. Längenfeld liegt im Ötztal.

Häufige Fragen zu Imst

Was lässt sich im Gurgltal zum Bergbau erfahren?

Die Knappenwelt in Tarrenz zeigt einen nachgebauten mittelalterlichen Bergbaubetrieb mit Knappenhaus, Schmiedehütte, Pochwerk und Erzaufbereitung.

Wie lang ist die Runde durch die Rosengartenschlucht?

Die Runde vom Stadtzentrum über Hoch-Imst und das Wetterkreuz zurück umfasst 4,4 Kilometer, rund 282 Höhenmeter und etwa zweieinhalb Stunden Gehzeit.

Foto: Tirol Werbung