Mutters – Bergbahn, Familienwege und Tiroler Dorfgeschichte

Mutters verbindet Bergbahn, Wanderwege, Familienangebote und gewachsene Tiroler Dorfgeschichte. Für Ihre Reiseplanung ist der Ort besonders interessant, wenn Sie Tage in den Bergen mit leichteren Unternehmungen und kulturellen Eindrücken verbinden möchten. Mehrere Routen beginnen in oder führen durch Mutters, während die Muttereralm im Sommer und im Winter ein eigener Schwerpunkt ist.

Berg- und Wandertage rund um Mutters

Die Bergbahn Muttereralm bringt Gäste im Sommer und im Winter mit einer modernen 8er-Gondelbahn von Mutters zur Muttereralm. Im Winter gibt es dort ein familiäres Skigebiet. Im Sommer bietet der Bikepark Innsbruck Trails. Auch zu Fuß eröffnet sich eine Reihe klar benannter Ziele. Der Mutterer Almweg (510) beginnt an der Talstation der Muttereralmbahn und führt zur Muttereralm, die auf 1.608 Metern liegt. Der Innsbrucker Almenweg führt von der Muttereralm über die Raitiser Alm und die Kreither Alm zur Pfarrachalm ins Stubaital. Der Raitiser Almweg verläuft über Wiesen und bietet Ausblicke auf das Stubaital und die umliegenden Berge; von der Raitiser Alm bestehen über einen leicht begehbaren Panoramaweg Verbindungen zur Kreither Alm und zur Mutterer Alm. Für eine längere Verbindung steht der Panoramaweg Westliches Mittelgebirge zur Verfügung. Die leichte, 9,6 km lange Wanderung führt mit 533 Höhenmetern von Mutters über Natters, Götzens, Birgitz und Axams nach Grinzens. Die Route Kreith-Telfer Wiesen ist dagegen als Familienwanderung durch Wiesen und Lärchenwälder beschrieben. Für diese Route ist die Rückkehr zum Ausgangspunkt mit der Stubaitalbahn möglich. Die Stubaitalbahn führt über Mutters und Natters; ihre Endstation liegt in Fulpmes im Stubaital.

Familienangebote für einen abwechslungsreichen Tag

Das Familienbad Freizeitzentrum Mutters verfügt über ein Schwimmerbecken mit mehreren Bahnen, Massagedüsen und eine Wasserrutsche für Kinder. Eine weitere konkrete Unternehmung ist die Bauernhof-Führung für Kinder und Familien: Dabei können Gäste Hühner füttern, frisch gelegte Eier einsammeln, Schweine besuchen, die Stallzeit mit Kühen erleben und beim Melken zuschauen. Diese Angebote ergänzen die Wander- und Bergthemen um Aktivitäten mit engem Bezug zum Dorf- und Bauernhofleben.

Dorfgeschichte und Tiroler Baukultur

Historische Bezüge gehören in Mutters sichtbar zum Ortsbild. Das Gasthaus „Zum Schupfen“ an der Brennerbundesstraße war das Hauptquartier Andreas Hofers. Die dem heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche wurde 1327 erstmals erwähnt, 1440 erweitert und in ihrer heutigen Form 1510 geweiht. Am 6. Dezember, dem Ehrentag des Dorfpatrons Nikolaus, wird in Mutters der Brauch des Bumsaschießens begangen. Die „Bumsa“ ist ein etwa 1,5 Meter langer, kegelförmiger Schallverstärker aus hölzernen Fassdauben. Zwölf Junggesellen bewachen sie über Nacht, weil Burschen aus dem Nachbarort Natters versuchen, sie zu stehlen. Ein Beispiel für Tiroler Baukultur ist das Mesneranderl. Es handelt sich um einen Mittertennhof, eine in Tirol verbreitete bäuerliche Bauform, bei der Wohnhaus, Stall und Tenne unter einem Dach vereint sind. Das Mesneranderl ist außerdem ein Erbhof, der seit mindestens 200 Jahren von derselben Familie bewirtschaftet wird. Entlang der Dorfstraße stehen alte Bauernhäuser mit geschmückten Blumen. So erhält die Wahl einer Unterkunft in Mutters neben Berg- und Familienerlebnissen auch einen deutlich ortsbezogenen kulturellen Rahmen. Wenn Sie weitere Ziele für Ihre Tirol-Auswahl gegenüberstellen möchten, finden Sie hier Sistrans, Pfons, Kolsass, Gnadenwald, Natters, Scharnitz, Volders und Ampass.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Innsbruck-Land.

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