Schönberg im Stubaital – Heiliges Grab, Radroute und Wipptal

Schönberg im Stubaital verbindet eine besondere Kulturgeschichte mit klaren Möglichkeiten für Rad- und Wandertage. Das Heilige Grab in der Pfarrkirche, die denkmalgeschützte Wittingwarte und die Stubai Cycle Route 19 geben dem Ort ein eigenes Profil. Zugleich liegt Schönberg dort, wo das Stubaital in das Wipptal mündet – eine Lage, die sich auch an der über die Europabrücke führenden Brennerautobahn ablesen lässt.

Kultur und Geschichte in Schönberg

Das Heilige Grab wurde in Schönberg im Stubaital erstmals 1770 aufgestellt und zählt zu den bedeutendsten noch existierenden Kunstdenkmälern dieser Art in Tirol. In der Karwoche pilgern zahlreiche Besucher zur Besichtigung in die Pfarrkirche Schönberg. Die Installation umfasst etwa 100 von hinten beleuchtete, farbig schillernde Grabkugeln sowie Kerzen. Damit ist der Kirchenbesuch nicht nur mit einem einzelnen historischen Jahresdatum verbunden, sondern mit einer bis heute besonders sichtbaren religiösen Gestaltung. In der Pfarrkirche Schönberg finden außerdem katholische Messen sowie Pfarr- und Wortgottesdienste statt. Ein weiteres markantes Zeugnis der Ortsgeschichte ist die Wittingwarte. Sie wurde 1890 als hölzerne Aussichtswarte errichtet, ist denkmalgeschützt und wurde 1994/95 instand gesetzt. Für die historische Einordnung Schönbergs steht auch Andreas Hofer: Der Tiroler Freiheitskämpfer schlug während der Schlacht am Bergisel mehrmals sein Hauptquartier in Schönberg im Stubaital auf. Der Schöberlhof war einst eine Poststation und besitzt Fassadenmalereien.

Radfahren und eine familienfreundliche Wanderung

Für Radfahrer beginnt in Schönberg im Stubaital die Stubai Cycle Route 19. Sie ist bis zur Doadler Alm in Falbeson ausgeschildert und verbindet Schönberg mit Neustift, Fulpmes, Telfes und Mieders. Die Route weist eine durchschnittliche Steigung von fünf Prozent auf und eignet sich für E-Bikes, Mountainbikes, Rennräder, Gravelbikes und Laufräder. Je nach bevorzugtem Radtyp können Sie damit unterschiedliche Formen des Radfahrens auf einer Strecke zusammenbringen, ohne den dokumentierten Verlauf der Route zu verändern. Eine andere Möglichkeit bietet ein familienfreundlicher Themenweg. Er führt von Schönberg über den Gleinser Weg zum Alpengasthaus Gleinserhof. Für die Strecke sind etwa 1,5 Stunden Gehzeit und 335 Höhenmeter angegeben.

Lage, Ortsbild und Anreise

Das Siedlungsgebiet der Gemeinde Schönberg im Stubaital reicht von Unterberg auf 800 m bis Gleins auf 1.400 m. Das Haufendorf wird an drei Seiten von der über die Europabrücke führenden Brennerautobahn umschlossen. Die Europabrücke führt hoch über dem Wipptal und ist 192 m hoch. Diese markanten Bauwerke gehören ebenso zur räumlichen Orientierung wie die Lage am Übergang vom Stubaital zum Wipptal. Das Ortsbild prägen verzierte Bauernhäuser. Für die Anreise beziehungsweise die Orientierung im öffentlichen Verkehr ist die Haltestelle Schönberg i.St. Dorfmitte relevant: Sie wird von den Buslinien 590-594 auf der Verbindung Innsbruck–Schönberg–Stubaital bedient. Auch kulinarische Bezüge sind dokumentiert. Beim Schönberger Musiksommer wurden zu den musikalischen Terminen Steakburger, Knödelvariationen, Bosna, Hirtenmakkaroni, Kiachl sowie Schnitzel mit Kartoffelsalat angeboten. Weitere Orte in der Auswahl: [Mützens](Mützens), [Ranggen](Ranggen), [Mühltal](Mühltal), [Sistrans](Sistrans), [Gries Im Sellrain](Gries Im Sellrain), [Gschnitz](Gschnitz), [Gnadenwald](Gnadenwald), [Flaurling](Flaurling).

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Innsbruck-Land.

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