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Fügen im Zillertal: Eisenwerk, Spieljoch und Hochfügen

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Fügen liegt im vorderen Zillertal am Fuß des Spieljochs. Der Ort verbindet eine lange Geschichte der Eisenverarbeitung mit dem heutigen Zugang zu Bergzielen und dem Talverkehr. Für einen Aufenthalt lohnt der Blick auf beide Ebenen: Die Geschichte erklärt die Entwicklung des Orts, während Spieljoch und Hochfügen getrennte Skigebiete mit eigenen Höhenlagen und Anreisen sind.

Fügen im Zillertal Fügen im Zillertal

Kurzfakten zu Fügen im Zillertal

  • Fügen liegt im vorderen Zillertal im Bezirk Schwaz.
  • In Kleinboden entstand zwischen 1500 und 1550 ein Schmelzwerk zur Verarbeitung von Erzen.
  • Für die Eisenproduktion wurde Holz zu Holzkohle verarbeitet und aus dem Gerlostal über Gerlosbach und Ziller transportiert.
  • Das Spieljoch ist der Hausberg über Fügen; die Seilbahn-Bergstation liegt auf rund 1.858 Metern.
  • Hochfügen liegt weiter oben im Finsingtal und ist über eine zwölf Kilometer lange Höhenstraße oder Skibus erreichbar.

Fügens Eisenwerk und die Landschaft der Holzkohle

Die Geschichte Fügens ist eng mit dem Bergbau und der Eisenverarbeitung im Zillertal verbunden. In Kleinboden errichteten die Keutschacher zwischen 1500 und 1550 ein Schmelzwerk. Für die Verhüttung brauchte man Erz, Wasser und große Mengen Holzkohle. Das Erz wurde vom Arzjoch über einen steilen Transportweg ins Tal gebracht. Holz aus den umliegenden Wäldern lieferte zunächst die Kohle; später kam Holz aus dem Gerlostal hinzu. Es gelangte über Gerlosbach und Ziller bis zur Kohlstatt in der Gemeinde Hart, wo Köhler es in Meilern zu Holzkohle brannten. Im Jahr 1848 arbeiteten dort noch ein Kohlmeister und 22 Köhler.

Diese Wirtschaftswege verbanden Seitental, Flusslauf und Hüttenstandort. Die Ruine in Kleinboden und der historische Ortskern stehen damit neben Spuren von Arbeit, Energiegewinnung und Versorgung. Die Tiroler Bau- und Kulturgeschichte umfasst weitere Beispiele aus anderen Epochen.

Spieljoch und Hochfügen sind getrennte Skiräume

Das Spieljoch erhebt sich unmittelbar über Fügen und ist mit der Spieljochbahn erreichbar. Die Bergstation liegt auf 1.858 Metern. Das Skigebiet nennt 21,1 Pistenkilometer und zehn Liftanlagen. Dazu gehören breite Übungshänge, ein Zauberteppich und die schwarze Abfahrt „Heiße Kante“. Seine kompakte Lage verbindet den Talort mit einem nahegelegenen Berggebiet.

Hochfügen liegt nicht auf demselben Berg und bildet ein eigenes hochalpines Skigebiet. Der Ortsteil befindet sich auf rund 1.500 Metern; der Skiverbund mit Hochzillertal reicht bis etwa 2.500 Meter und umfasst 94 Pistenkilometer sowie 37 Aufstiegsanlagen. Diese Zahlen gelten für den Verbund mit Hochzillertal, nicht für Fügen oder das Spieljoch allein. Von Fügen führt eine etwa zwölf Kilometer lange Höhenstraße hinauf ins Finsingtal; im Winter verbindet außerdem ein Skibus die Orte.

Die Trennung bestimmt die Wahl des Ausgangspunkts. Wer im Ortskern wohnt, erreicht die Spieljochbahn nahe am Talort. Für Hochfügen ist eine eigene Fahrt oder die Skibusverbindung nötig. Der Zillertaler Talraum mit seinen Orten und Seitentälern ordnet die Lage Fügens zwischen Strass und dem hinteren Zillertal ein.

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Sommerziele am Spieljoch und im Tal

Im Sommer erschließt die Spieljochbahn die Bergstation und Wege mit unterschiedlichen Anforderungen. Die mittelschwierige Rundwanderung über das Gipfelkreuz zur Geolsalm und zurück ist 4,6 Kilometer lang. Sie überwindet jeweils 205 Höhenmeter bergauf und bergab und dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Eine längere Bergwanderung führt über Schellenberg und Almen weiter bis nach Hochfügen. Der Höhenunterschied und die Weglänge machen daraus eine andere Unternehmung als die Runde zur Geolsalm.

Im Tal ergänzen die Schaukäserei mit Museum und die Schauselcherei den Blick auf regionale Herstellung und Ernährung. Die Zillertalbahn verläuft durch das Haupttal; sie verbindet die Talorte und ermöglicht einen Wechsel zwischen dem Ortserlebnis in Fügen und weiteren Zielen entlang des Zillers. Wer Fügen als Teil einer längeren Reise einplant, findet Ideen für unterschiedliche Regionen und Urlaubsformen im Tirol-Urlaub zwischen Bergtälern, Städten und Seen.

Häufige Fragen zu Fügen und seinen Bergzielen

Wie viele Menschen arbeiteten 1669 am Eisenwerk?

Für das Jahr 1669 werden rund 440 Beschäftigte genannt. Die Größenordnung zeigt, dass die Eisenverarbeitung weit über eine kleine örtliche Werkstatt hinausging und zahlreiche Arbeitskräfte im Talraum band.

Welche Funktion hatte der Getreidekasten?

Der 1727 errichtete Getreidekasten lagerte größere Getreidemengen zur Versorgung der Bergwerks- und Hüttenarbeiter. Er verweist damit auf die Logistik, die neben Erz, Wasser und Holzkohle für den Hüttenbetrieb nötig war.

Foto: Tirol Werbung