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Lienz in Osttirol

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Lienz liegt im Lienzer Becken in Osttirol, am Zusammenfluss von Isel und Drau und am Fuß der Lienzer Dolomiten. Die Stadt verbindet einen kompakten historischen Kern mit Flusslandschaft und Bergkulisse. Hauptplatz und Liebburg prägen das Zentrum; die Stadtpfarrkirche St. Andrä steht auf der Anhöhe von Patriasdorf. Schloss Bruck liegt auf einer Anhöhe am Eingang des Iseltals.

Kurzfakten zu Lienz

  • Lienz liegt in Osttirol am Zusammenfluss von Isel und Drau.
  • Die erste urkundliche Erwähnung als Stadt, „civitas“, stammt vom 25. Februar 1242.
  • Die Liebburg wurde 1605 bis 1608 errichtet und beherbergt heute das Rathaus.
  • Schloss Bruck entstand zwischen 1252 und 1277 als Residenzburg der Grafen von Görz; heute ist es ein Museum.
  • Die Pfarrkirche St. Andrä steht auf einer Anhöhe und geht auf frühchristliche Sakralbauten zurück.

Hauptplatz, Liebburg und die mittelalterliche Stadt

Die Siedlung am heutigen Hauptplatz entwickelte sich aus einem gegen Ende des 12. Jahrhunderts angelegten „Burgum“ der Görzer Grafen. Der lang gezogene Platz gibt bis heute die Form dieser frühen Anlage wieder. Eine Urkunde vom 25. Februar 1242 bezeichnet Lienz erstmals als „civitas“. Die Urkunde dokumentiert den städtischen Rang von Lienz im Mittelalter.

Am Hauptplatz fällt die Liebburg mit ihren zwei markanten Türmen auf. Die Freiherren von Wolkenstein-Rodenegg ließen das Gebäude zwischen 1605 und 1608 als Ansitz errichten. Beim großen Stadtbrand von 1609 wurde es beschädigt; im Wiederaufbau erhielt es die charakteristischen Türme mit Zwiebelhauben. Das Gebäude wechselte später seine Verwaltungsfunktion und dient heute als Rathaus. Wer die Altstadt zu Fuß erkundet, kann die Liebburg als Orientierungspunkt nutzen und von dort die Plätze und Gassen des historischen Zentrums erschließen.

St. Andrä und Schloss Bruck: zwei historische Orte

Die Stadtpfarrkirche St. Andrä steht auf der Anhöhe von Patriasdorf, außerhalb des mittelalterlichen Hauptplatzbereichs. Archäologische Funde weisen an diesem Ort auf einen Sakralbau im 5. Jahrhundert hin; die Kirche wurde im Lauf der folgenden Jahrhunderte erweitert. Im Inneren treffen verschiedene Bau- und Kunstphasen aufeinander: Wandmalereien reichen bis ins 13. und 14. Jahrhundert zurück, die Orgel stammt aus dem Jahr 1618. In der Kriegergedächtniskapelle befindet sich das Grab des Malers Albin Egger-Lienz. Der Weg hinauf verbindet einen Besuch der Kirche mit einem Blick über Stadt und Talboden.

Schloss Bruck liegt auf einer vorspringenden Anhöhe am Eingang des Iseltals. Die Grafen von Görz errichteten die Residenzburg zwischen 1252 und 1277; erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1277. Im Bergfried, im Rittersaal und in der Schlosskapelle sind romanische Kunst- und Bauelemente erhalten. Nach dem Tod des letzten Görzer Grafen Leonhard im Jahr 1500 kam das Schloss an Maximilian I. und wechselte anschließend mehrfach den Besitzer und die Nutzung. Seit 1942 gehört die Burg der Stadt Lienz und wurde zum Museum. Die Lage auf dem Schlossberg macht den Ort zu einem eigenständigen Ziel für Geschichte und Kunst.

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Isel, Drau und die Landschaft am Stadtrand

In Lienz treffen Isel und Drau zusammen. Uferwege und Auen erschließen die Flusslandschaft am Stadtrand. Die Dolomiten bilden südlich der Stadt eine markante Kulisse, während das Iseltal nach Norden in Richtung Matrei und Nationalpark Hohe Tauern führt. Matrei in Osttirol erschließt den weiteren Verlauf des Iseltals und den Übergang ins Tauerntal.

Eine weitere Naturstation ist die Galitzenklamm bei Amlach, am Fuß der Lienzer Dolomiten und nahe der Mündung des Galitzenbachs in die Drau. Der Wasserschaupfad verläuft über Stege und Brücken durch die Schlucht, vorbei an steilen Felswänden und Wasserfällen. Klettersteige bieten eigene Kletterrouten; ein Wasserspielplatz ergänzt das Angebot für Kinder. Bei Schlechtwetter bleibt die Klamm aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Das Osttiroler Umland reicht von den Seitentälern bis zu den Dolomiten. Im Villgratental liegt Innervillgraten, ein Dorf in den Villgrater Alpen.

Häufige Fragen zu Schloss Bruck

Welche romanischen Bauteile sind in Schloss Bruck erhalten?

Im Bergfried befindet sich ein Biforienfenster mit Mittelsäule und Knospenkapitell. Romanische Malereien mit Blattformen und Rosetten sind an der Balkendecke des Rittersaals erhalten; Heiligendarstellungen liegen in der Laibung eines zugemauerten Kapellenfensters.