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Münze Hall und Münzerturm

Die Münze Hall und der Münzerturm verbinden die Geschichte der Geldprägung mit der Burg Hasegg in der Haller Altstadt. Ein Rundgang führt durch das Münzmuseum und weiter hinauf in den Turm. Die Ausstellung erzählt von der Haller Münzstätte, der technischen Entwicklung des Prägens und der Bedeutung des Guldiners von 1486.

Münze Hall und Münzerturm Münzprägemaschine in der Münze Hall Foto: www.muenze-hall.at

Kurzfakten zur Münze Hall

  • Die landesfürstliche Münzstätte übersiedelte 1477 von Meran nach Hall.
  • Der Guldiner wurde 1486 in Hall geprägt und gilt als Vorläufer des Talers.
  • 1567 zog die Münzstätte in die Burg Hasegg um.
  • Das Museum zeigt eine Rekonstruktion einer Walzenprägemaschine aus dem 16. Jahrhundert.

Von Meran nach Hall: die Geschichte der Münzstätte

Erzherzog Sigmund ließ die landesfürstliche Münzstätte 1477 von Meran nach Hall verlegen. Zunächst befand sie sich im Ansitz Sparberegg. 1486 entstand in Hall der Guldiner, eine große Silbermünze, die als Vorläufer des Talers gilt und in Europa sowie in den Kolonien Nachahmung fand. Damit steht die Prägung in Hall für einen Wendepunkt der europäischen Geldgeschichte.

Burg Hasegg und der Münzerturm

Die Burg Hasegg wurde im 13. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie diente dem Schutz der Saline, der Innschifffahrt, der Innbrücke und der alten Salzstraße. Im 15. Jahrhundert wurde sie zur Fürstenresidenz ausgebaut. Der Name verweist auf die Pfannhäuser, in denen Sole verdampft wurde, und ihre Lage am „Egg“, dem Eck. Heute befindet sich das Museum Münze Hall in der Burg.

Der Münzerturm prägt das Stadtbild und ergänzt die Ausstellung um einen Aufstieg durch das historische Bauwerk. Vom Turm eröffnet sich der Blick über Hall und das Inntal. Die Verbindung aus Stadtgeschichte, Burg und Aussicht macht den Besuch zu einem kulturellen Ziel in der Altstadt. Mehr zu den Museen des Landes bietet der Überblick Museen in Tirol; das Ortsprofil Hall in Tirol stellt die Stadt und ihre Altstadt vor. Die Region mit Innsbruck, mittlerem Inntal und Wipptal wird im Überblick Innsbruck und Umgebung vorgestellt.

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Technik erleben: die Walzenprägemaschine

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Prägetechnik und verbindet sie mit der Geldgeschichte der Stadt. Seit 1975 werden im Museum fallweise wieder Münzen oder Medaillen geprägt; der Schwerpunkt liegt auf der musealen Vermittlung. So ergänzen sich historische Originalschauplätze, technische Rekonstruktion und die Geschichte des Guldiners.

Münzerturm

Öffnungszeiten und Besuch

Das Museum Burg Hasegg und die Münze Hall sind von April bis Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet; montags bleibt das Museum geschlossen. Von November bis März gelten Öffnungszeiten von Dienstag bis Samstag, ebenfalls 10 bis 17 Uhr. Für den Jahreswechsel 2026/27 nennt das Museum Schließtage vom 24. bis 28. Dezember 2026 sowie vom 31. Dezember 2026 bis 4. Januar 2027.

Während der Winterpause vom 11. Januar bis 15. März 2027 bleibt das Museum geschlossen; Gruppen ab 15 Personen können mit Reservierung beziehungsweise Voranmeldung eingelassen werden. Die aktuellen Zeitangaben beziehen sich auf das Museum Burg Hasegg/Münze Hall und den Münzerturm. Informationen zum Museumsbesuch bietet www.muenze-hall.at.

Häufige Fragen zur Münze Hall

Wurde der Guldiner bereits in der Burg Hasegg geprägt?

Der Guldiner entstand 1486 am früheren Standort im Ansitz Sparberegg. Die Prägestätte kam 1567 in die Burg Hasegg.

Was zeigt die Walzenprägemaschine?

Die Rekonstruktion veranschaulicht die Prägetechnik des 16. Jahrhunderts und die Mechanisierung der Münzherstellung. Sie ist das Herzstück des erweiterten Ausstellungsparcours.

Wann ist der letzte Einlass?

Der letzte Einlass ist während der regulären Öffnungszeiten um 16 Uhr; die Öffnungszeiten unterscheiden sich zwischen Sommer- und Winterhalbjahr.