Karrösten
Wandern zwischen Wald, Alm und Tschirgant
Karrösten lässt sich über konkrete Wege und Erlebnisse entdecken: Der Geolehrpfad Karröster Alm ist eine 6,40 Kilometer lange Rundwanderung mit 432 Höhenmetern im Aufstieg und 426 Höhenmetern im Abstieg. Entlang des Forstwegs zur Karröster Alm erklären 11 Lehrtafeln die geologischen Besonderheiten der Region. Damit verbindet die Route Bewegung mit verständlich aufbereiteten Informationen über die Landschaft. Die Karröster Alm liegt auf 1.468 Metern Höhe und ist ein Ausgangspunkt für längere Wanderungen, unter anderem zum Gipfel des Tschirgant. Die Wanderung zur Alm weist 548 Höhenmeter im Anstieg auf und verläuft teils über einen Forstweg, teils durch Waldpfade. Oben erwarten Sie hausgemachte Kuchen und kalte Spezialitäten. Für eine anspruchsvollere Bergtour führt die Route „Auf den Tschirgant über die Bergwachthütte“ vom Parkplatz der Karröster Alm zum Gipfel mit 360-Grad-Blick. Kurz nach der Bergwachthütte liegt dabei ein kurzer, mit einem Stahlseil gesicherter Abschnitt. Weitere Wege zeigen unterschiedliche Landschaftsbilder. Der Höhenweg von Karrösten nach Karres führt durch Wälder und Wiesen. Der Fabriksteig verläuft über Waldpfade und Wiesen bis in das Dorf Karrösten. In der Boulderhalle Karrösten ist nach Absprache Schnupperklettern mit Bettina Schöpf-Greinig möglich. So stehen neben den Wanderungen auch ein geologischer Lehrpfad, eine Bergroute und eine Indoor-Aktivität zur Auswahl.Landschaft und Ortscharakter
Der größte Teil der Gemeindefläche von Karrösten ist von Wald bedeckt. An den sonnenexponierten Hängen gedeihen Obst und Mais. Diese beiden Merkmale prägen den landschaftlichen Eindruck ebenso wie die Wege zur Karröster Alm und durch die Wälder. Wer für den Tirol-Aufenthalt eine Verbindung aus Bergwegen, Wiesen und regionalen Landschaftsthemen sucht, findet in Karrösten mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.Weberei, Kirchen und Bergbaugeschichte
Zur lokalen Kultur gehört die Weberei Schatz. Der traditionsreiche Familienbetrieb wird in dritter Generation geführt und bietet Tiroler Webkunst an. Bei einstündigen Führungen durch die Werkstätten lernen Besucherinnen und Besucher Flachs, Muster und Webtechnik kennen. Das macht die Weberei zu einer eigenständigen Ergänzung zu den Wanderungen und bietet einen Einblick in ein überliefertes Handwerk. Auch die Sakralbauten gehören zur dokumentierten Geschichte des Ortes. Die Expositurkirche hll. Magdalena und Nikolaus mit Friedhof steht per Verordnung unter Denkmalschutz. Sie wurde 1409 eingeweiht und nach einem Brand im Jahr 1766 neu errichtet. Die Königskapelle in Karrösten steht aufgrund eines Bescheids gemäß § 3 unter Denkmalschutz. Die Geschichte des Bergbaus reicht in Karrösten bis in die Bronzezeit zurück. Unter Kaiser Maximilian erlebte der Bergbau am Tschirgant eine Blütezeit; in 41 Gruben wurde (Fahl-)Erz abgebaut. Zusammen mit der Weberei und den denkmalgeschützten Bauwerken ergibt sich damit neben den Naturwegen ein eigenständiger kultureller Schwerpunkt. Für den Vergleich weiterer Tiroler Ziele können Sie außerdem [Sölden](Sölden), [Nassereith](Nassereith), [Tarrenz](Tarrenz), [Längenfeld](Längenfeld), [Köfles](Köfles), [Rietz](Rietz), [Silz](Silz) und [Thannrain](Thannrain) ansehen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imst.
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