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Thannrain – Kapelle, Siedlungsspuren und Landschaft

Unterkünfte in Thannrain

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Thannrain ist ein Tiroler Ziel für Reisende, die bei der Ortswahl nicht nur auf die alpine Umgebung, sondern auch auf gewachsene Kultur und konkrete Landschaftsformen achten. Im Mittelpunkt stehen die denkmalgeschützte Ortskapelle, erhaltene Reste traditioneller Siedlungskerne und eine Landschaft, die vom Flores Roan bis zu den Auwäldern reicht.

Kultur und historische Spuren

Die Ortskapelle Thannrain ist den Heiligen Rochus und Pirmin geweiht. Zugleich ist sie gemäß § 2a des österreichischen Denkmalschutzgesetzes unter Denkmalschutz gestellt. Damit gehört ein klar benanntes sakrales Bauwerk zum Ortsbild und bietet einen konkreten Zugang zur religiösen und baulichen Überlieferung von Thannrain. Ein weiteres bauliches Detail findet sich bei Fifele in Thannrain 49. Dabei handelt es sich um ein Wohngebäude eines Paarhofs mit Mittelflurgrundriss. Wer sich für die Geschichte von Siedlungen und Häusern interessiert, kann Thannrain daher über einzelne Gebäude und ihre dokumentierte Funktion betrachten. Auch außerhalb des Ortsteils gibt es benannte Kulturzeugnisse. Das Dorfmuseum Rietz zeigt sakrale Kunst aus der Pfarr-, Kreuz- und Wallfahrtskirche zum heiligen Antonius von Padua. Eine lebendige religiöse Tradition ist außerdem auf dem Rietzer Bargl überliefert: In der Karwoche werden die Kapellen und Bildstöcke jedes Jahr von Frauen aus der Nachbarschaft gereinigt, geschmückt und beleuchtet. Seit Generationen gehen die Rietzer über das „Bargl“ und gedenken der Leidensgeschichte Jesu. Der Jahresbezug und die Beteiligung der Nachbarschaft geben diesem Brauch eine eigene lokale Prägung. Eine weitere Möglichkeit, die Umgebung über ein konkretes Erlebnis kennenzulernen, ist der Erlebnisweg „The sensory Rietz berry trail“. Er umfasst einen Rundgang durch Mair's Beerengarten mit Verkostung von Früchten vor Ort. Damit steht neben sakraler Kunst und religiösen Bräuchen auch ein Erlebnis im Zusammenhang mit regionalen Früchten und einem bestimmten Garten im Mittelpunkt.

Landschaft rund um Thannrain

In Thannrain sind Reste traditioneller Siedlungskerne erhalten. Dort bildet der Flores Roan, auch Flores Rain genannt, am Fuß des Westlichen Rietzer Schwemmkegels eine landschaftsprägende Geländestufe. Die Flächen um den Ortsteil Thannrain gelten als landschaftlich wertvolle Flächen und haben daher erhöhte Bedeutung für Landschaft und Erholung. Am rechten Innufer bei Thannrain liegen drei bis zu 100 Meter breite, von Grauerlen dominierte Auwälder. Ihnen vorgelagert sind bei Niedrigwasser großflächige und strukturreiche Schotter-, Sand- und Kiesflächen. Als markanter Bezugspunkt gehört außerdem der Rietzer Grieskogel zur regionalen Einordnung. Er ist 2.884 Meter hoch und der höchste Berg der nördlichen Sellrainer Berge. Für die Auswahl Ihres Tirol-Ziels können Sie Thannrain damit sowohl über kleinteilige Kulturdenkmäler und überlieferte Bräuche als auch über klar benannte Landschaftsformen und einen bedeutenden Berg der Region betrachten. Wenn Sie Thannrain innerhalb derselben Tirol-Auswahl mit weiteren Orten vergleichen möchten, finden Sie auch Sautens, Tarrenz, Wenns, Längenfeld, Köfles, Karres, Karrösten und Oetz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imst.

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