Inzing – Krippen, Rundwanderwege und Gaisau
Inzing liegt am Fuß des flachen Rangger Köpfls und verbindet Naturwege, Freibad und eine ungewöhnlich vielfältige Krippenkultur. Wenn Sie für Ihre Tirolreise einen Ort suchen, an dem sich Bewegung im Freien und regionale Geschichte miteinander verbinden lassen, bieten die dokumentierten Wege und Sehenswürdigkeiten mehrere unterschiedliche Schwerpunkte.
Wandern, Wasser und die Gaisau
Der Themenweg Inzing ist ein 8 Kilometer langer Rundwanderweg. Start und Ziel liegen am Parkplatz des Freischwimmbads in Inzing. Damit lässt sich der Weg als eigenständige Rundtour planen und zugleich mit einem Aufenthalt am Freibad verbinden. Als Tipp nennt der Themenweg das Feuchtbiotop und Vogelschutzgebiet Gaisau. Das Naturschutzgebiet gehört zu den letzten erhaltenen Auwaldbeständen des Inntals und ist eines der wichtigsten Vogelbrutgebiete im Inntal.
Eine historische Rundtour startet ebenfalls in Inzing. Sie führt über teils uralte Wege nach Hof und Toblaten und kehrt anschließend nach Inzing zurück. Die beiden Routen setzen unterschiedliche Akzente: Der Themenweg verbindet den Rundkurs mit Naturbeobachtung.
Für einen Tag ohne Rundwanderung bietet das Freibad Inzing Schwimmen im Freien sowie eine 9.500 Quadratmeter große Liegewiese mit schattenspendenden Bäumen. Nach dem Aufstieg können sich Gäste in der Inzinger Alm bei einer Almjause stärken.
Krippen, Kirche und Ortsgeschichte
Ein besonderer kultureller Schwerpunkt sind die Krippen in Inzing. Die Kirchengrippe in Inzing ist die größte und älteste orientalische Krippe in Inzing. Sie wurde 1861 vom Thaurer Einsiedler und Jerusalempilger Felix Zimmerling erbaut. Ein vom Inzinger Krippenverein herausgegebener Führer verzeichnet rund 50 Großkrippen in Inzing.
Die Krippen bleiben von Weihnachten bis zum 20. Januar aufgestellt. Größere Gruppen können sich anmelden und erhalten Auskünfte sowie eine Führung. Für die Reiseplanung ist damit vor allem der Zeitraum rund um Weihnachten und den Jahreswechsel von Bedeutung, während die Führung ausdrücklich für größere Gruppen vorgesehen ist.
In der Pfarrkirche Inzing wird die Verehrung der „Inzinger Mutter Gottes“ gepflegt. Zahlreiche Votivtafeln zeugen vom Vertrauen der Wallfahrer aus ganz Tirol. Auch der „Bergsegen“ gehört zur örtlichen Tradition: Rund um das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli treffen sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Inzing in einer der Mittelgebirgskapellen von Hof, Gigglberg, Eben oder Schindeltal zu einer Heiligen Messe und einem geselligen Beisammensein.
Oberhalb der Kirche steht ein Turm, der heute als „Schlössl“ bezeichnet wird. Die Ritter von Eben, die 1227 erstmals urkundlich erwähnt wurden, zogen in diesen Turm. Krippen, Pfarrkirche und der als „Schlössl“ bezeichnete Turm gehören zu den unterschiedlichen Aspekten der Inzinger Ortsgeschichte.
Eine weitere kulinarische Perspektive
Entlang des Genuss-Radwegs Inntal bieten 24 Stationen kulinarische Produkte wie Bienenhonig, Schnäpse und Früchte an. Dieser regionale Hinweis ergänzt die Inzinger Wege und Sehenswürdigkeiten um eine kulinarische Perspektive, ohne den Ort auf ein einzelnes Reiseinteresse festzulegen.
Wenn Sie neben Inzing weitere Orte derselben Übersicht prüfen möchten, finden Sie hier Mühltal, Sistrans, Wattens, Neustift Im Stubaital, Hatting, Fulpmes, Sankt Sigmund Im Sellrain und Thaur.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Innsbruck-Land.
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