Bad Häring: Sonnenplateau, Bergbau und Wege
Unterkünfte in Bad Häring
Bad Häring verbindet die Lage auf einem Sonnenplateau über dem Inntal mit einer ausgeprägten Kurort- und Bergbaugeschichte. Wiesen und Wälder prägen das Umfeld, während Wege, Kapellen und historische Themen unterschiedliche Möglichkeiten für die Tagesplanung eröffnen. Wenn Sie eine Unterkunft in Tirol suchen, können Sie Bad Häring deshalb als Ausgangspunkt für Naturerlebnisse, Ortsgeschichte und Ausflüge in die Umgebung betrachten.
Kurortgeschichte und besondere Ortsmerkmale
Bad Häring ist der erste Bäderkurort in Tirol. Eine bei einer Tiefbohrung im Jahr 1951 in 300 Metern Tiefe angetroffene Schwefelquelle wurde 1953 als Heilquelle anerkannt. Diese Geschichte gehört zum Charakter des Ortes und ergänzt die Landschaft um einen besonderen historischen Schwerpunkt.
Auch die Sakralbauten erzählen von der Entwicklung Bad Härings. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1506 im spätgotischen Stil erbaut und 1732 sowie 1877 verlängert. Die Hildegardkapelle gehört zum Kurzentrum und ist das jüngste Gotteshaus in Bad Häring. Wer sich für Ortsgeschichte und kirchliche Bauwerke interessiert, findet damit zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die eigene Reiseplanung.
Wasserfall, Moor und kurze Wege
Für eine Tagesgestaltung mit Bewegung stehen mehrere konkret beschriebene Wege zur Auswahl. Der leichte Rück Dich Gesund Pfad ist 0,9 Kilometer lang und führt von der Fleckstraße in Bad Häring zum Wasserfall Bad Häring. Der Häringer Wasserfall ist etwa 20 Meter hoch und liegt unweit des Ortszentrums mitten im Wald. Die Wanderung beginnt nahe der Pfarrkirche und der Volksschule; dort steht ein öffentlicher Parkplatz zur Verfügung.
Eine weitere Möglichkeit ist der Krippenspaziergang Bad Häring. Der leichte Rundweg ist 2,5 Kilometer lang und beginnt sowie endet an der Kirche St. Johannes der Täufer. Das Haslacher Moor erreichen Sie vom Ortszentrum oder vom Kurpark aus über den Gesundheitsweg nach etwa zwei Kilometern. Je nach gewünschtem Umfang können Sie somit einen kurzen Rundweg, einen Weg zum Wasserfall oder ein Ziel in der Landschaft wählen.
Der Themenweg „Erlebnis der Sinne“ umfasst sechs Stationen, an denen alle fünf Sinne angesprochen werden. Damit ergänzt er die Wege, bei denen die Strecke selbst im Vordergrund steht, um eine stärker erlebnisorientierte Stationenfolge.
Bergbau als eigenständiges Reisethema
Der frühere Bergbau ist in Bad Häring besonders präsent. Der Abbau des Kohleflözes in Häring begann 1760, der erste Stollen wurde 1769 angeschlagen. Der einstige Bergbau in Häring, das seit 1965 Bad Häring heißt, war der mit Abstand wichtigste Braunkohlebergbau in Westösterreich. Der Themenweg „Bergbau“ informiert über die Geschichte des früheren unterirdischen Braunkohleabbaus in Bad Häring.
Das Bergbaumuseum Bad Häring ist derzeit wegen eines Umbaus nicht zugänglich. Für Ihre Planung bietet sich daher der Themenweg als eigenständiger Bezug zur Bergbaugeschichte an.
Anreise und passende Orientierung
Kufstein und Wörgl sind von Bad Häring aus in 10 bis 15 Minuten mit dem Bus oder dem Auto erreichbar. Für die Anreise mit dem Regionalbus ist die Linie 4026 relevant: Sie hat ihren Ausgangspunkt am Bahnhof Wörgl und bedient die Haltestelle „Bad Häring Dorf“. Bei der Suche nach einem Hotel können Sie damit neben den örtlichen Wegen auch die Verbindung zu den beiden genannten Städten in Ihre Überlegungen einbeziehen.
Für den regionalen Vergleich finden Sie außerdem Münster, Niederndorferberg, Ebbs, Alpbach, Wörgl, Oberau Wildschönau, Breitenbach Am Inn und Mariastein.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kufstein.