Innervillgraten: Almdorf, Wege und Wintererlebnisse
Unterkünfte in Innervillgraten
Innervillgraten zwischen Almdorf, Handwerk und Bergwegen
Wenn Sie für Ihre Tirol-Reise einen Ort mit gewachsenen Kulturlandschaften, kurzen Ausflugszielen und längeren Bergwegen suchen, bietet Innervillgraten mehrere klar unterscheidbare Erlebnisse. Die Auswahl reicht von einer kurzen Wanderung zur historischen Oberstalleralm über Einblicke in bäuerliche Arbeitskultur bis zu Rodelwegen und einem Lift, den Kinder und Ski-Anfänger nutzen können. So lässt sich der Aufenthalt nach Interesse und Tagesform zwischen Bewegung, regionaler Geschichte und leichteren Unternehmungen gestalten.
Oberstalleralm, Wasserfall und Weitwanderweg
Eine kurze Wanderung zur Oberstalleralm beginnt bei der Unterstalleralm im hinteren Villgratental. Dort erwartet Sie ein denkmalgeschütztes Almdorf mit 18 geschichtsträchtigen Almhütten und einer Kapelle. Die Almhütten wurden erstmals 1675 erwähnt. Die Aussichtsplattform am Klapfbachwasserfall ist mit einer Rundwanderung verbunden und von der Jausenstation Unterstalleralm in etwa 10 Minuten zu Fuß erreichbar. Damit stehen an diesem Bereich sowohl ein kurzer Weg zu einem Aussichtspunkt als auch ein historisch geprägtes Ziel zur Auswahl.
Für längere Touren verläuft der Weitwanderweg „Herzass“ in fünf Etappen über 70 Streckenkilometer entlang von 50 Gipfeln rund um die Bergsteigerdörfer Außer- und Innervillgraten. Eine weitere Möglichkeit ist eine geführte Wanderung über den historischen Schmugglersteig ins Gsiesertal. Das Naturdenkmal Sinkersee kann auf einem eingezäunten Weg umrundet werden. Diese Ziele unterscheiden sich deutlich in Format und Umfang: Sie können eine kurze Runde wählen, eine mehrtägige Wegführung betrachten oder eine geführte Wanderung einplanen.
Kulturgeschichte zwischen Kirche, Säge und Museum
In Kalkstein stammt die Wallfahrtskirche Maria Schnee aus dem Jahr 1660. Ihr Inneres zeigt ein einfaches Sternrippengewölbe und einen spitzbogigen Chorbogen. Ebenfalls in Kalkstein liegt der Rodelweg „Alte Kalksteinerweg“: Er ist 2 Kilometer lang und weist ein durchschnittliches Gefälle von 4 bis 8 Prozent auf. Die Wegelate-Säge ist das letzte von insgesamt acht wasserbetriebenen Sägewerken, die einst in Innervillgraten und der Umgebung standen. Sie wurde 1993 stilgetreu renoviert.
Am Eingang zum Arntal zeigt das Freilichtmuseum Alpines Leben instand gesetzte Einrichtungen der bäuerlichen Arbeitskultur und Baukultur. Dazu gehören ein Lodenstampf, eine Mühle, ein Einhof, eine Almhütte und ein Eingangshaus. Im Lodenstampf wird vorgewebte Wolle in heißem Wasser gestampft und gewalkt, bis daraus dichtes Loden entsteht; der Lodenstampf ist seit mehr als 200 Jahren in Betrieb. Die Lüftermühle ist eine historische Mehlmühle mit Gerstenwalze. Das Bauernhaus „Neuhauser“ ist ein authentisches Bauernhaus aus der Zeit zwischen 1700 und 1740.
Leichtere Tage und Winteroptionen
Der Kneipp-Pfad Innervillgraten umfasst einen künstlich angelegten See, der kein Badesee ist, einen Natur-Kneipp-Pfad, eine Grillstelle, eine Baumhütte und zahlreiche Spielgeräte. Für die Winterplanung stehen zwei unterschiedliche Rodelangebote zur Verfügung: Der unbeleuchtete Rodelweg „Sandbergweg“ beginnt nahe dem Dorfzentrum von Innervillgraten. Kinder und Ski-Anfänger können den Stauderlift in Innervillgraten nutzen. Der Gannerhof setzt bei der Produktauswahl auf gelebte Regionalität und auf eine unkomplizierte Küche mit viel Finesse.
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