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Swarovski Kristallwelten in Wattens

Die Swarovski Kristallwelten in Wattens verbinden Kristallkunst, gestaltete Innenräume und einen weitläufigen Skulpturenpark. Der Besuch führt vom Riesen am Eingang zu den Wunderkammern und weiter in eine Parklandschaft mit zeitgenössischen Kunstwerken. Als Erlebniswelt zum hundertjährigen Bestehen des Wattener Unternehmens verbinden sie dessen Industriegeschichte mit künstlerischer Gestaltung.

Kurzfakten zu den Swarovski Kristallwelten

  • Ort: Wattens im Tiroler Inntal, rund 20 Kilometer von Innsbruck.
  • Eröffnung: 1995 zum hundertjährigen Bestehen des Swarovski-Unternehmens.
  • Innenräume: Künstlerinnen, Künstler und Designer gestalten die Wunderkammern als eigenständige Rauminstallationen.
  • Park: Die Anlage umfasst rund 7,5 Hektar; die Kristallwolke über dem Spiegelwasser besteht aus etwa 800.000 Kristallen.
  • Historischer Bezug: Die Kunst- und Wunderkammer von Schloss Ambras inspirierte das Konzept.

Vom Wattener Kristallunternehmen zur Erlebniswelt

Das Unternehmen feierte 1995 sein hundertjähriges Bestehen; zu diesem Anlass eröffnete die von André Heller gestaltete Erlebniswelt in Wattens. Sie verbindet die Geschichte eines in Wattens verwurzelten Unternehmens mit einer kulturellen Gegenwart, in der Material, Licht und künstlerische Gestaltung zusammenkommen. Kristall bildet den Ausgangspunkt für Kunst und räumliche Inszenierung.

Der Riese am Eingang ist zugleich Kunstfigur und Erzählmotiv. André Heller schuf die Installation für das Jubiläumsjahr 1995. Ein Wasserfall tritt aus dem Mund der Figur; durch ihren Kopf gelangen Gäste in die Wunderkammern. Die Legende vom reisenden Riesen, der Schätze und Wissen sammelt und sich schließlich in den Tiroler Alpen niederlässt, gehört zur künstlerischen Erzählung der Anlage. Sie gibt den Räumen eine märchenhafte Klammer.

Wunderkammern zwischen Kunst und Sammlungstradition

Internationale Kunstschaffende und Designer entwickeln Installationen, in denen Kristall als Werkstoff, Lichtkörper oder Anlass für räumliche Ideen erscheint. Dadurch verändert sich die Erfahrung von Raum zu Raum: Manche Arbeiten lenken den Blick auf Oberfläche und Reflexion, andere auf Bewegung, Klang oder die Wirkung großformatiger Gestaltung. Der künstlerische Umgang mit Kristall steht im Mittelpunkt.

Der Begriff Wunderkammer verweist auf Sammlungsräume der Renaissance, in denen Kunst, Naturgegenstände und ungewöhnliche Objekte gemeinsam betrachtet wurden. Das konkrete Vorbild ist die Kunst- und Wunderkammer im Schloss Ambras in Innsbruck. Dort ist eine historische Sammlungstradition am ursprünglichen Ort nachvollziehbar; in Wattens wird die Idee mit zeitgenössischen Rauminstallationen neu interpretiert. Wer beide Orte verbindet, erlebt den Unterschied zwischen historischer Sammlung und eigens geschaffener Kunstwelt.

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Parkkunst und Kristallwolke

Der rund 7,5 Hektar große Park erweitert den Ausstellungsbesuch in eine gestaltete Landschaft mit Kunstwerken und Bauten. Sein bekanntestes Werk ist die Kristallwolke von Andy Cao und Xavier Perrot: Rund 800.000 handgesetzte Kristalle schweben über schwarzem Spiegelwasser. Die Installation verändert ihren Eindruck mit Licht und Wetter, während die spiegelnde Fläche Himmel und Kristallkörper in einer gemeinsamen Ansicht zusammenführt. Weitere Skulpturen verteilen sich über das Gelände und machen den Weg zwischen den Bereichen selbst zum Teil des Besuchs.

Die heutige Kunstlandschaft lässt sich mit Tirols weiteren kulturellen Orten verbinden: Der Überblick zu Tirols Geschichte und historischen Orten führt zu Bauwerken und Schauplätzen, während die Kristallwelten zeitgenössische Gestaltung in den Mittelpunkt stellen.

Besuch und Anreise nach Wattens

Die Kristallweltenstraße 1 liegt in Wattens, östlich von Innsbruck. Ein E-Shuttlebus verbindet den Innsbrucker Hauptbahnhof fünfmal täglich mit Wattens. Am Gelände stehen kostenlose Parkplätze für Autos und Busse bereit.

Die Wunderkammern und der Park sind für Rollstühle, Kinderwagen und Gehhilfen geeignet; ausgenommen ist der Alpingarten mit einzelnen steilen Passagen. Für Besucherinnen und Besucher mit Gehbehinderung stehen kostenlose Leihrollstühle bereit. Das Restaurant am Gelände ist auch ohne Eintrittskarte zugänglich.

Als Teil der Tiroler Museumslandschaft ergänzen die Kristallwelten die historischen, archäologischen und naturkundlichen Sammlungen des Landes um ein eigens für Kunst und Kristall entwickeltes Ausstellungskonzept. Weitere unterschiedliche Sammlungs- und Besuchsschwerpunkte finden Sie im Überblick Museen in Tirol.

Häufige Fragen zu den Swarovski Kristallwelten

In welchen Sprachen gibt es den Audioguide?

Der Audioguide mit Hintergrundwissen zu den Installationen ist in zehn Sprachen verfügbar. Besucher erhalten ihn beim Team vor Ort.