Rafting
Raftingtouren in Tirol führen durch klar unterscheidbare Flusslandschaften: Die Imster Schlucht verläuft auf dem Inn zwischen Imst und Haiming, Touren im Lechtal befahren den Lech. Flussabschnitt, Wildwassergrad und Teilnahmebedingungen bestimmen, welche Tour zur eigenen Erfahrung passt.
Zum Rafting kann man ruhigere aber auch wilde Gewässer befahren
Foto: Saskia Epler
Kurzfakten zum Rafting in Tirol
- Die Imster Schlucht liegt am Inn zwischen Imst und Haiming und ist rund 14 Kilometer lang.
- Für diesen Abschnitt wird Wildwasser II–III angegeben.
- Lechtaler Touren starten unter anderem ab Häselgehr und führen auf dem Lech 12 bis 32 Kilometer flussabwärts.
- Der Lech-Abschnitt wird mit Wildwasser II–III− eingestuft.
- Für die klassische Imster-Schlucht-Tour sind Schwimmkenntnisse erforderlich.
Imster Schlucht: eine Inn-Tour zwischen Imst und Haiming
Die klassische Imster Schlucht führt auf rund 14 Kilometern von Imst nach Haiming. Wuchtwasser und ruhigere Passagen wechseln; teils treten hohe Wellen auf. Die Einstufung II–III macht den Abschnitt zu einer beliebten geführten Wildwassertour. Schwimmkenntnisse sind Teilnahmevoraussetzung. Die Tour umfasst eine Einweisung und richtet sich nach den Bedingungen des gebuchten Termins.
Auch die Ötztaler Ache erreicht bei Haiming den Inn, doch ihre Raftingstrecke ist ein eigener Abschnitt: Sie wird mit Wildwasser III–IV eingeordnet; erste Wildwassererfahrung gehört zu den Teilnahmebedingungen. Diese Tour stellt damit höhere technische Anforderungen als die klassische Fahrt durch die Imster Schlucht.
Rafting auf dem Lech im Lechtal
Im Außerfern folgt das Rafting dem Lech. Ab Häselgehr führen angebotene Touren je nach Variante 12 bis 32 Kilometer flussabwärts. Kleine Hindernisse, Wellen und Schwälle prägen die Abschnitte; der Schwierigkeitsgrad liegt bei II–III−. Eine Halbtagestour befährt die Kernzone des Naturparks Tiroler Lech. Die gewählte Route entscheidet über Länge und Verlauf der Fahrt. Der Naturpark Tiroler Lech erschließt die besondere Wildflusslandschaft des Außerferns; auch Tirols Naturraum zeigt, wie Flüsse und Lebensräume die Landschaft prägen.
Schwierigkeitsgrad und Teilnahme passend einschätzen
Wildwassergrade ordnen die technische Schwierigkeit eines Flussabschnitts ein. Wasserstand und Linienführung verändern die Strömung, daher gehören die Hinweise zum gebuchten Termin in die persönliche Tourenwahl. Bei geführten Fahrten lernen Gäste vor dem Start Ablauf und Paddelzeichen kennen. Für die klassische Imster Schlucht ist sicheres Schwimmen Voraussetzung; eine Schwimmweste ergänzt die Ausrüstung, ersetzt diese Fähigkeit aber nicht. Bei der Ötztaler Ache gehört erste Wildwassererfahrung zu den genannten Bedingungen.
Bei Kindern und Jugendlichen zählt die Altersgrenze des konkreten Angebots. Rafting verbindet gemeinsames Paddeln im Schlauchboot mit Wildwasser; Canyoning in Tirol führt dagegen zu Fuß und im Wasser durch Schluchten. Wer lieber auf trockenem Untergrund unterwegs ist, findet beim Wandern in Tirol Routen mit anderen Gelände- und Ausrüstungsanforderungen.
Häufige Fragen zu Tiroler Raftingtouren
Wie lange dauert die klassische Fahrt durch die Imster Schlucht?
Für die rund 14 Kilometer lange klassische Tour zwischen Imst und Haiming sind etwa zwei Stunden angesetzt.
Welche Ausrüstung gehört zu einer Lech-Tour?
Lechtaler Veranstalter stellen Neoprenanzug, Helm und Schwimmweste für die geführte Fahrt bereit.
Was unterscheidet die Ötztaler Ache von der Imster Schlucht?
Die Ache führt von Oetz nach Haiming und ist mit Wildwasser III–IV anspruchsvoller eingestuft. Für diese Strecke wird erste Wildwassererfahrung vorausgesetzt.
Saskia Epler